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Anleger sehnen sich nach Zinssenkungen

Anleger sehnen sich nach Zinssenkungen

Aktien und Anleihen sind in den letzten Wochen stark gestiegen, nachdem die US-Regierung berichtete, dass die Verbraucherpreise im Oktober nur um 0,1 Prozentpunkte, und damit weniger als von Ökonomen geschätzt, angezogen sind. Der Verbraucher-Preisindex in den USA blieb im Oktober nahezu unverändert und die Inflation verblieb im Oktober bei nahezu null. Gemessen am Vorjahresstand stiegen die Verbraucherpreise jedoch um 3,2%. Die Wall Street sieht die aktuell beobachtete Verlangsamung der Inflation als Vorzeichen für das lang erwartete Ende der Zinserhöhungen der FED und den Beginn von Zinssenkungen im nächsten Jahr.

Seit Anfang 2021 hat die Inflation das Ziel der FED von 2% kontinuierlich übertroffen, während aktuelle Prognosen aus September von einer weiteren Zinsanhebung im Dezember, aber zwei Zinssenkungen im nächsten Jahr ausgehen. Der durchgängige, rote Faden dieser Marktphase ist, dass die Anleger voreilig mit Zinssenkungen der FED rechnen und ihren Zeitplan immer weiter in die Zukunft verschieben müssen.

Die schließlich eintretende Lockerung der finanziellen Rahmenbedingungen könnte bewirken, dass sich die Wirtschaft im ersten Quartal nächsten Jahres leicht verlangsamt und mit dem erklärten Ziel der FED, die Inflation weiter einzudämmen, einhergeht. Eine lang anhaltende Inflation von über 2% könnte die FED davon abhalten, die Zinsen so stark zu senken wie es sich Anleger erhoffen. Dennoch ist das Potential steigender Kurse gegeben, wenn die Anleger am Ende doch das bekommen, wonach sie sich so lange gesehnt haben - sinkende Zinssätze. Womöglich ist man gut beraten, sich weiterhin in Geduld zu üben.

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