Trotz ihres Wohlstands ist die reiche Generation der Babyboomer bemerkenswert sparsam und spart, anstatt verschwenderisch zu leben. Dieses Verhalten entsteht aufgrund von Bedenken hinsichtlich eines längeren Ruhestands, möglicher Gesundheitsausgaben, Unsicherheit hinsichtlich der Lebenserwartung und dem Wunsch, ihren Nachkommen ein Vermögen zu überlassen. Diese Tendenz zeigt sich nicht nur in den USA, sondern auch in reichen Ländern wie Kanada und Japan.
Dies ist wichtig, da das Verhalten der vielen wohlhabenden Rentner die Kapitalmärkte maßgeblich beeinflussen kann. Seit Jahrzehnten trägt ihr Sparen für die Pensionierung zur Senkung der Zinssätze bei. Es wurde vermutet, dass die Boomer im Alter ihre Ausgaben steigern würden, um diesen Trend zu verändern.
Es ist unwahrscheinlich, dass selbst die Einsparungen der älter werdenden Bevölkerung die steigende Investitionsnachfrage decken können, vor allem angesichts staatlicher Maßnahmen wie Protektionismus und ineffizienter Industriestrategien. Die wirtschaftliche Stabilität könnte durch dieses Ungleichgewicht zwischen Sparen und Investitionen infrage gestellt werden. Selbst bei den üblicherweise sparsamen Babyboomern könnte der weltweite Investitionsbedarf die verfügbaren Ersparnisse übersteigen.
Obwohl sich die Bevölkerungsalterung in großen Volkswirtschaften wie China, Japan und Deutschland fortsetzt, bleiben die Zinssätze trotz des fortwährenden demografischen Wandels konstant hoch. Dies liegt zum Teil daran, dass die Staatsverschuldung einen erheblichen Teil der Ersparnisse der Rentner aufnehmen könnte. Die steigenden Staatsausgaben in verschiedenen Bereichen, von der Gesundheitsversorgung und den Renten bis zu Umweltinitiativen und der Verteidigung, werden außerdem durch die übermäßige Verschuldung widergespiegelt.





